Mehrgenerationenplatz

Was ist auf dem aktuellen Platz umsetzbar?

Mehrgenerationenplatz

15 Gedanken zu „Mehrgenerationenplatz

  1. Ich stolperte gerade beim Kuchen kaufen über den Aushang der Initiative. Da ich vor kurzem schon einen m.E. sehr einseitigen Leserbrief im Eppendorfer gelesen habe wollte ich mich jetzt mal über den Hintergrund schlau machen.

    Ich finde Initiative super.
    Hier auf der Seite bin ich nun über „Our Mission“ gestolpert und fühle mich nun in meinem zwiespältigen ersten Eindruck bestätigt. Es geht wohl nicht um eine Initiative, sondern eine Mission.

    Also ich spiele kein Tennis und bin kein Mitglied im WET, erfreue mich aber immer auf dem Spazierweg zum Mühlenteich über das rege Treiben und auch die Kinder und Jugendlichen, die dort Tennis spielen. Auch den Flohmarkt in Vor-Coronazeiten und den Weihnachtsbaumverkauf fand ich gemeinschaftsfördernd.

    Auch Zugezogene in den neuen Wohngebieten möchten vielleicht eine sportliche Betätigung für sich und Ihre Kinder?
    Wie ich recherchieren konnte gibt es wegen der großen Beliebtheit und der begrenzten Anzahl der Plätze nicht mal mehr eine Warteliste für den Tennisverein. Es wäre doch schön, wenn Kinder aus der Gegend nicht erst lange Wege zu anderen Anlagen in Kauf nehmen müssen.
    Zur Bildung von Kindern kann ein Vereinsleben und das Erleben von Gemeinschaft durchaus beitragen in einer Welt die immer mehr durch Egoismus geprägt ist. Das Engagement durch das Vereine nur leben können hat m.E. eine tolle Vorbildfunktion.

    Auch als Naturfreund:in finde ich, dass wir hier im Stadtteil, anders als in vielen benachteiligten Teilen Hamburgs, wirklich mit Grünflächen gesegnet sind. Ohne dass große Straßen überquert werden müssen ist man z.B. schnell im Hayns Park mit Spielplatz und großen Flächen, die auch zum Verweilen und Bolzen einladen.

    Ich würde mir eine Initiative wünschen, die es auch Kindern, die sich Vereinsbeiträge nicht leisten können z.B. durch ensprechende Spenden ermöglicht dort Mitglied zu werden und dort Tennis zu spielen auf einer dann vielleicht vergrößerten Anlage.

    Da solche Argumente von Ihnen überhaupt nicht abgewogen werden und auch keinerlei Gedanken über Möglichkeiten eines Nebeneinanders dieser unterschiedlichen Interessen genannt werden, habe ich auf der Website ein wenig den Eindruck gewonnen, dass hier eine Grün-/Parkfläche von Anwohnern gefordert wird, die sich möglicherweise durch den Verein gestört fühlen und sich eine neue Ruhezone/Parkanlage vor der Haustür wünschen und sich dann später durch spielende Kinder ebenso gestört fühlen werden, wie jetzt durch den Tennisverein.

    Vielleicht liege ich mit meinem Eindruck ja komplett oder teilweise falsch und tue den Initiatoren Unrecht? Das täte mir leid.
    Sorgen Sie doch gerne für etwas mehr Transparenz und sagen mal wer denn alles für die Gründung der Initiative verantwortlich ist und ob Sie wirklich keine individuellen Interessen verfolgen und eigentlich nur versuchen andere für die Durchsetzung Ihrer Interessen zu nutzen?

    1. Liebe Frau Wichmann,

      die Initiative wird von vielen Nachbarn aus Eppendorf und Umgebung unterstützt. Ich kann nur von meiner Seite sprechen und daher tue ich das gerne.

      Ich bin vor ca. 2 Jahren nach Eppendorf gezogen und erfreue mich, auch wie sie, an der grünen Vielfalt hier in der Nachbarschaft. Als ich jedoch davon gehört habe, dass eine öffentliche Fläche durch Tennisplätze ersetzt werden soll, bin ich hellhörig geworden. Ich bin der Meinung das öffentliche Plätze auch für die Öffentlich zugänglich bleiben sollten. Durch die Erweiterung der Tennisplätze wäre das nur noch für Vereinsmitglieder möglich. Damit haben eine kleine Anzahl von Mitgliedern die Möglichkeit den Platz zu nutzen. Sie haben zwar Recht, dass es viele Grünflächen gibt diese jedoch nicht zum Fußballspielen einladen oder überfüllt sind (z.b. Hayns Park bei guten Wetter).

      Wir sind nicht gegen die sportliche Betätigung, sondern dafür. Der Platz könnte zum Fußballspielen, Fitness, Joga oder anderen sportlichen Aktivitäten genutzt werden. Auch der von ihnen beschriebene Flohmarkt oder Weihnachtsbaumverkauf wäre noch möglich (mit Tennisfläche nicht).

      Zu jedem Standpunkt gehören kritische Stimmen und ich finde es gut, dass alle Meinungen gehört werden. Eine Zwischenlösung wie z.B. die bestehenden Tennisfläche zu erhalten und der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben auf den Platz neue Aktivitäten zu ermöglichen, finde ich einen guten Ansatz. Auch kann man darüber nachdenken die geplanten Tennisplätze auf anliegende gewerblichen/privaten Flächen zu erweitern. Ich bin davon überzeugt, dass Jung & Alt sowas wie die Grünfläche am Eppendorfer Mühlenteich für ein ausgeglichenes und harmonisches Miteinander brauchen.

  2. Lieber Herr Sommerfeld,

    vielen Dank für die Freischaltung meines Kommentars und Ihre Antwort.

    Sie schreiben, dass Sie nur von Ihrer Seite sprechen und nach meiner Recherche sind Sie keiner der direkten Anlieger, die sich in dieser Initiative engagieren. Ihre Beweggründe haben Sie geschildert und dafür danke ich Ihnen.

    Doch bleibt so meine Frage nach den Beweggründen der direkten Anlieger unbeantwortet im Raum. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass Sie antworten und nicht nicht die Mitinitiatoren, die direkt gegenüber und nur wenige Häuser entfernt von der Anlage wohnen. Mein schlechtes Gefühl bleibt.

    An die Vorstellung, dass auf dieser öffentlichen Wiese dann bessere Möglichkeiten bestehen Fußball zu spielen oder sportliche Aktivitäten zu entfalten, als bisher glaube ich nicht so recht. In den Zeiten in denen der Hayns Park überfüllt ist, wird es dann auch diese Fläche sein und die von Ihnen gewünschten Aktivitäten so vielleicht garnicht nicht ermöglichen. In den Zeiten in denen nicht viel los ist, wird es auch diese Fläche brachliegen.
    Der Vorteil wird also m.E. nur sein, dass sie öffentlich ist und bleibt.

    So wie ich die Berichterstattung über diese Fläche verstanden habe, ist nicht geplant, dass die komplette Fläche mit neuen Plätzen bebaut werden soll, sondern noch eine freie Fläche bleibt. Ich gehe also im Moment davon aus, dass z.B. der Flohmarkt/Weihnachtsbaumverkauf weiter einen Raum haben könnte.

    Mich würde noch interessieren, wer sich darum kümmern wird, dass die von Ihnen gewünschten Aktivitäten auch stattfinden? Kann man nicht gerade auch dafür das know-how des Vereins nutzen und da gemeinsame Wege finden von denen alle profitieren?

  3. Die Sichtweise eines unmittelbaren Anliegers von WET und öffentlicher Grünfläche

    Sehr geehrte Frau Wichmann,

    die durch Ihren Blogbeitrag angeregte Diskussion finde ich gut und wichtig!

    Als unmittelbarer Anlieger von WET und Grünfläche möchte ich Ihnen gerne auf einige Ihrer Fragen antworten sowie Ihnen meine Motivation für den Erhalt der öffentlichen Grünfläche aufzeigen.

    – Verfolge ich als unmittelbarer Anlieger ein Eigeninteresse?

    Wäre dies tatsächlich der Fall, sollte ich mich ausschließlich für die Erweiterung der Tennisanlage aussprechen, denn die „Lärmbelästigung“ (durch das Bezirksamt durch Lärmgutachten belegt) ist durch das Tennisspiel im Vergleich zum Bolzplatz während der Spielzeiten deutlich verringert. Während der Leerstandzeiten und außerhalb der Saison kehrt völlige Ruhe ein. Eine aktiv und nahezu ganzjährig genutzte Grünfläche mit Kinderspiel etc. würde voraussichtlich durchgehend mehr „Dezibel“ mit sich bringen.

    Mein Interesse liegt tatsächlich im Erhalt der öffentlichen Grünfläche verbunden mit einer vielfältigen und breiten Nutzung für Alle.

    – Wünsche ich mir eine Grün- und Parkfläche vor der Haustür und fühle ich mich durch Kinderlärm gestört?

    Tatsächlich waren und sind mir Grün- und Parkflächen sowie deren Erhalt schon immer wichtig. Gemeinsam mit vielen Nachbarn habe ich im Zuge des Ausbaus der Güterumgehungsbahn Hamburg-Nord im Jahre 2005 eine Initiative (nachfolgend einen Verein) mit gegründet, der im Rahmen eines PPP-Projektes die Errichtung von Lärmschutzwänden zum Erhalt der öffentlichen Grünflächen ermöglicht hat.

    „Kinder spielen gern, aber nicht im Lärm“ (von Güterzügen) lautete unser Motto. Der Schutz der öffentlichen Grünflächen vor Verlärmung wurde seinerzeit aktiv von der Umweltbehörde unterstützt. Der Erhalt des Bolzplatzes stand damals schon im Fokus unseres Interesses. Durch den Tennissport vor meiner Haustür fühle ich mich auch nicht gestört, andernfalls hätte ich schon gegen die beiden zuletzt illegal errichteten Tennisplätze bereits interveniert.

    Es ist mein Bestreben, die jetzt noch verbleibende Grünfläche zu erhalten, um hier wieder ein gelebtes (und gerne auch lautes) Miteinander in unserem Stadtteil für Alle zu ermöglichen.

    – Sollte die Initiative nicht allen Kindern eine kostenlose Vereinsmitgliedschaft im WET ermöglichen?

    Diesen Gedanken finde ich interessant, wird aber vermutlich in der praktischen Umsetzung auf wenig Akzeptanz stoßen. Die Hamburger Architektenkammer geht mit Blick auf eine künftige Stadtplanung sogar noch einen deutlichen Schritt über Ihren Gedanken hinaus. Sie regt an, dass Sportflächen nicht mehr nur den Vereinen sondern der Allgemeinheit zustehen sollten.

    Unstrittig ist, dass der WET – wie viele andere steuerbegünstigte Vereine – wichtige Kinder- und Jugendarbeit u.a. mit seiner Tennissparte leistet. Tatsache ist aber auch, dass Freiräume für alle Kinder und Jugendliche, an denen sie frei spielen und sich sozialisieren können, egal ob mit oder ohne Vereinsmitgliedschaft, in Ballungsräumen immer seltener und damit für das Miteinander, den Austausch und die Möglichkeit der körperlichen Bewegung wertvoller werden.

    – Reicht die vorhandene Grünfläche rund um den Mühlenteich inkl. Haynspark nicht aus?

    Im unmittelbaren Einzugsgebiet entstehen aktuell rund 1000 neue Wohnungen. Zudem ist mit Fertigstellung 2024 zwischen Deelböge und Salomon-Heine-Weg ein „New-Work-Campus“ inkl. Hoteltrakt mit rd. 24.000 qm Mietfläche geplant. Die unmittelbare Angrenzung ans Wasser und die Grünanlagen sind Teil des Konzepts.

    Aktuell sind nur rd. 1/3 der Wohnungen bezogen, doch man merkt schon heute deutlich, dass die Grünflächen rund um den Mühlenteich und Haynspark wesentlich stärker frequentiert sind und hierin spiegelt sich die Lebensqualität unseres Stadtteils.

    Allein vor dem Hintergrund des städtebaulichen Bevölkerungszuwachses sollten m.E. bestehende öffentliche Grünflächen erhalten werden. Sicher steigern Tennissport und Vereinsleben auch die städtische Lebensqualität. Die Frage die sich m.E. stellt lautet: Welche Nutzungsmöglichkeit der öffentlichen Grünfläche bringt in der Breite und langfristig den größten Nutzen für den Stadtteil?

    – Wäre ein Mehrgenerationenplatz eine Alternative zur Tennisplatzerweiterung?

    Ich halte die Nutzung dieser Fläche als Mehrgenerationenplatzes für sehr erstrebenswert. Sie kann so nicht nur ein Treffpunkt für sportliche Aktivitäten von Tennissportbegeisterten, sondern eine vielfältige Sport- und Begegnungsstätte für alle Generationen sein. Der WET könnte die Fläche weiterhin für seine Kinder- und Jugendsparte nutzen. Familien mit Kindern können dort ihre Freizeit verbringen und gemeinsame Aktivitäten organisieren. Ältere Menschen finden dort Abwechslung und Erholung. Der Kontakt zwischen Vereinsmitgliedern und Nichtmitgliedern würde durchlässiger und so der Austausch und das Miteinander gestärkt. Auch das stark wachsende Groß-Borstel mit seinem „grünen“ und auch für Kinder- und Jugendliche perfekten Anschluss über den Tarpenbekwanderweg , würde hiervon profitieren.

    Bei entsprechender Planungssicherheit ist anzunehmen, dass die Marie-Beschütz-Schule ihren ehemaligen Schulsportplatz wieder für sich entdeckt. Er bietet nicht nur eine tolle Möglichkeit für körperliche Aktivitäten, aufgrund des angrenzenden Biotops könnten die Kinder dort ein schönes Stück Natur, insbesondere auch im Zuge der Ganztags- und Ferienbetreuung, erleben und genießen.

    – Wie könnte ein solches Konzept umgesetzt werden?

    Hier gibt es sicher m.E. vielfältige Ansätze. Die Einrichtung und Pflege des Platzes könnte beispielsweise durch ein vereinsgestütztes Quartiersmanagement der Anwohner, idealerweise in Kooperation mit dem WET und ggfs. auch der Schulbehörde als „Leuchtturmprojekt“ sichergestellt werden. Auch dies würde sicher den Zusammenhalt und das Miteinander im Stadtteil fördern.

    – Kann das Angebot für aktiven Tennissport trotz des Erhalts der öffentlichen Grünfläche ausgeweitet werden?

    Leider wurden die Gespräche hierzu durch WET und Bezirksverwaltung aus meiner Sicht sehr frühzeitig abgebrochen. Auch der Bürgerwunsch nach einem „runden Tisch“ wurde durch die Bezirkspolitik erwartungsgemäß und mit einem gegenseitigem „Augenzwickern“ abgelehnt. Um es mit Ihren Worten zu sagen: „Ein Schelm, der Böses dabei denkt“. Vor diesem Hintergrund hat es keinen Austausch mehr gegeben, und es hat sich die Initiative gebildet.

    Ein Lösungsansatz für mehr aktiven Tennissport könnte m.E. in einer besseren Auslastung der vorhandenen Tennisplätze liegen. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und ein leistungsfähiges Buchungssystem bieten die Grundlage, die Leerstandzeiten zu minimieren und insbesondere auch tagsüber vermehrt die Plätze zu nutzen. Auch vor Beginn der Pandemie habe ich nur selten wahrgenommen dass alle fünf Plätze belegt sind. Zu abendlichen Spitzenzeiten und einmal Vollauslastung unterstellt könnten die Spielzeiten von 60 Min. beispielsweise auf 45 Min. verkürzt werden. Allein durch letztere Maßnahme kann die Erweiterung um zwei Spielfelder nahezu vollständig entfallen.

    Als weitere Überlegung könnte man die in Reichweite liegenden Tennisanlagen des ETV (12 Außenplätze) und des Tennis-Club Groß-Borstel (6 Außenplätze) als zusätzliche Kapazitäten für aktiven Tennissport in Eppendorf in die Überlegungen einbeziehen. Warum sollte eine Kooperation im gegenseitigen Interesse mit diesen Vereinen nicht möglich sein?

    – Warum sollte die Initiative „Eine Grünfläche für Alle“ unterstützt werden?

    Naturgemäß gibt es unterschiedliche Perspektiven und Schwerpunkte im Thema. Es gibt unmittelbare Anwohner, die wünschen sich eine Tennisplatzerweiterung und aktive Tennisspieler, die sich für den Erhalt der Grünfläche aussprechen.

    Insbesondere nachdem der angestrebte „runde Tisch“ gescheitert ist, halte ich die Initiative selbst und die durch sie angestoßene öffentliche Diskussion für extrem wichtig.

    Durch den seitens der Initiative angestrebten Bürgerbescheid erhalten die Bürger*Innen im Bezirk Hamburg-Nord mit ihrer Stimme unmittelbaren Einfluss auf die künftige Nutzung dieser Fläche. Diese Möglichkeit sollte aktiv gefördert werden. Und ich sehe keinen Grund, der gegen eine Abstimmung zu dieser Fragestellung sprechen würde.

    Über die unterschiedlichen Standpunkte und Argumente sollte sich weiterhin sachlich ausgetauscht werden. Dies hat sich über viele Jahre sehr gut bewährt und sollte beibehalten werden. Was zuletzt in den sozialen Netzwerken über „Falschinformationen, Halbwahrheiten und Polemik“ gepostet wurde tut der Sache nicht gut und stimmt mich nachdenklich.

    Abschließend hoffe und wünsche ich mir, dass das Vorhaben der Initiative durch möglichst zahlreiche Unterschriften der Bürger*Innen im Bezirk Hamburg-Nord unterstützt wird.

    Sofern ich Ihnen ihr „schlechtes Gefühl“ nehmen oder zumindest abmildern konnte, unterstützen vielleicht auch Sie den durch die Initiative angestrebten Bürgerentscheid mit Ihrer Unterschrift.

  4. Liebe Initiative, lieber Herr Sommerfeld, lieber Herr Dillenburg,

    ich bin Mitglied im WET – und das Thema war mir in seiner Brisanz bislang gar nicht so klar.

    Hab mir deshalb gerade die Diskussionsbeiträge auf Ihrer Website sowie die Berichterstattung im Abendblatt angesehen und mich auch über die Position meines Vereins etwas schlauer gemacht.

    Wenn ich die Beiträge in Ihrer Kommentarbereich lese, geht es mir ganz ähnlich wie Frau Wichmann: Da bleibt schon das deutliche Gefühl, dass hier aktiv Stimmung gemacht wird – gegen einen Verein, in dem sich viele Menschen seit Jahrzehnten sehr engagiert für den Freizeitsport von Kindern und Jugendlichen einsetzen.

    Wer die Grünfläche an der Erikastraße kennt und dort regelmäßig joggt oder spazieren geht, der weiß auch, dass da in der Regel kaum jemand spielt, obschon der Zugang immer offen ist. Die „Grünfläche für alle“ wird also seit Jahren allenfalls schwach genutzt. Den Kindern und Jugendlichen auf der Warteliste des Vereins auf dieser Fläche künftig ein Sportangebot machen zu können, ist deshalb für mich nicht nur vertretbar, sondern sehr sinnvoll. Zumal auf dem benachbarten Spielplatzgelände, auf der anderen Seite der Bahnbrücke, meist deutlich mehr los ist. Auf mich wirkt Ihre Initiative deshalb ehrlich gesagt fragwürdig. Und es stellt sich schon die Frage: Worum geht es hier denn eigentlich?

    Die von Frau Wichmann aufgeworfene Frage, wie viele Menschen diese Initiative tragen, ist deshalb für mich auch nicht ganz unwesentlich. Im Erfolgsfall wären Hunderte Kinder und Jugendliche massiv betroffen und ihre Familien natürlich auch. Beantwortet wird sie in den ausführlichen Antworten von Ihnen, Herr Dillenburg und Herr Sommerfeld, leider nicht. Im Impressum steht nur Herr Sommerfeld.

    Mit keinem Wort wird hier zudem darauf eingegangen, was in der Medien-Berichterstattung zum Thema zurecht eine gewichtige Rolle spielt: Ein erfolgreiches Bürgerbegehren könnte in letzter Konsequenz dazu führen, dass dem in Eppendorf tief verwurzelten Verein die Nutzung des Areals komplett verboten wird. Das muss schon klar gesagt sein. Das wäre ein sehr hoher Preis für eine „Grünfläche für alle“, die bislang kaum genutzt wird. Zumal es zum Bolzen und Spielen gleich um die Ecke, keine 150 Meter entfernt, eine bereits jetzt besser genutzte, offensichtlich attraktivere Alternative gibt.

    Für mich ist klar: In unserem Stadtteil müssen wir künftig alle etwas enger zusammenrücken. Und da braucht es eben auch organisierte Sportmöglichkeiten im Verein. Und deshalb möchte ich allen empfehlen, dieses Bürgerbegehren nicht zu unterstützen.

  5. Moin,
    ich bin seit 2007 Anwohner und gehe täglich einmal, manchmal mehrmals an der Grünfläche vorbei. Die einizigen, die diese Grünfläche überhaupt nutzen, sind die Gänse. Seitdem die WET Fussball Bambinis nach Groß Borstel verlegt wurden, nutzt diese Grünfläche tagsüber niemand – schon gar keine Väter privat mit ihren Kindern!

    Ich fände es gut, wenn diese Fläche spielenden Kindern zur Verdügung gestellt wird, die diese scheinbar benötigen: Tenniskinder des Vereins.

    Natürlich verstehe ich, dass die Anrainer in ihren schicken Nachbarshäusern und Villen ihre ungestörte Ruhe so wie bisher bewahren wollen, den Sport für die Kinder des Tennisvereins finde ich aber noch wichtiger.

    Herzlichst,
    Eibe Schütte

  6. Ich finde den Antrag ebenfalls äußerst fragwürdig. Es wird sehr einseitig berichtet und eingefordert – wie leider in unserer heutigen Zeit nur zu üblich. Die Medien überprüfen Ihre Reportagen nicht mehr sorgfältig und sind froh um jeden Artikel der schnelles Geld/Leser bringt.

    Das Gelände des W.E.T. ist laut Bebauungsplan nie als „öffentliche Grünfläche“ oder „Parkanlage“ ausgewiesen, sondern als Spiel- und Sportfläche für die Wolfgang-Borchert-Schule in Kooperation mit dem W.E.T. Dieser Nutzungsvertrag läuft bis 2039. Es ist also schlichtweg eine Unwahrheit davon zu sprechen, es handle sich dabei um eine „öffentliche Grünfläche“, die der Allgemeinheit entzogen wird. Vielmehr wurde die öffentliche Nutzung den Anwohnern in der Vergangenheit wohlwollend zugestanden. Es ist wie mit dem „kleinen Finger“, den man jemandem reicht.

    Es stimmt auch nicht, dass die Grünfläche den Anwohnern zukünftig komplett entzogen werden soll. Vielmehr wird der Teil, der nicht mit zwei weiteren Plätzen bebaut wird (ca. 1/3), vom Sportverein gepflegt und erhält darüber hinaus öffentliche Zugänge, die es zur Zeit noch gar nicht gibt – ein weiteres Indiz dafür das es zZt. keine öffentliche Fläche ist.

    Der vorhandene Kinderspielplatz, der keine 200m entfernt ist und der um einen Bolzplatz erweitert werden soll, sei ungeeignet, u.a. wegen der Hochgleise und dem Überqueren des Rings 2. Die Hochgleise stellen, wenn überhaupt nur eine Lärmbelästigung dar (klingen aber dafür sehr dramatisch) und der Ring 2 muss auch jetzt schon für Besucher des Geländes überquert werden, wenn man ungünstig gelegen wohnt.

    Wie in den o.a. Kommentaren bereits erwähnt, wird auch völlig ausser Acht gelassen, dass der Sportverein, der alles andere als elitär ist, sondern im Vergleich zu anderen Vereinen im Stadtzentrum sehr erschwinglich, 600 Kindern und Jugendlichen aus meist naher Umgebung, die Möglichkeit bietet dort Sport zu treiben. Was passiert mit diesen im Falle eines Rückbaus des Sportverein? Auch hier ist das Verhältnis völlig unverhältnismäßig gegenüber der Anzahl der derzeitigen Kläger.

    Es steigt in mir das Gefühl auf, das zugezogene Anwohner Angst um ihren „kostenlosen“ Vorgarten haben und jetzt Stimmung machen. Ich hoffe sehr, dass hier die Vernunft siegen wird und diesem als Gemeinwohl getarntem Egoismus Einhalt geboten wird.

  7. Hallo Herr Schütte,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Da die Grünfläche grossflächig abgesperrt ist und vorne am Tor ein Schild hängt, das der „Platz videoüberwacht“ wird und es auch vom WET nicht gewollt ist, ist es natürlich klar, dass dort kaum Kinder spielen.
    Sie finden es gut, wenn die Fläche spielenden Kindern zur Verfügung gestellt wird. Da sind wir einer Meinung. Meine Frage ist jedoch: Wie viele Kinder in der Bevölkerung spielen denn Tennis?
    Wir wollen den Platz öffnen für alle. Es könnten Freiluft-Sportgeräte aufgestellt werden (so wie gerade erst kürzlich von der Politik gefordert), es könnte ein Spielplatz entstehen und noch vieles mehr. All das würde allen zur Verfügung stehen und nicht nur Tennispielern, die Mitglieder sein müssen und dafür zahlen müssen.
    Und bezüglich der „ungestörten Ruhe“: Was meinen Sie, wie sich der Lärmpegel erhöht, wenn die Fläche geöffnet wird für alle inkl. Spielplatz und Sportgeräten etc.? Das stört mich als Anwohner überhaupt nicht.
    Und dann noch eine Frage: Finden Sie es gut, dass die WET Fussball Bambinis nach Gross Borstel verlegt wurden? Warum wird alles dem Tennis untergeordnet? Warum kann der Platz nicht von allen genutzt werden? Von den Fussball Bambinis des WET und allen anderen, die auf dem Platz irgendeine Sportart treiben wollen bzw. einfach nur frei spielen wollen.
    Es gibt doch schon genügend Tennisplätze (übrigens z.T. illegal ohne Baugenehmigung errichtet).
    Viele Grüsse und vielen Dank für den Dialog!
    Oliver Tonn

  8. Ich kann mich den Äußerungen und Argumenten von Daniel, Eibe Schütte und Stefan Heijnk nur voll inhaltlich und nachdrücklich anschließen ! Ein weiterer Aspekt: Hat uns die Pandemie nicht eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig organisierter Vereinssport für unserer Kinder und Jugendlichen ist ?! Der W.E.T. leistet hier hervorragende Arbeit und diese sollte in der bestehenden Art und Weise unbedingt unterstützt und befördert werden !

  9. Ich habe vor 52 Jahren beim WET mit Kinderturnen angefangen, spiele dort seit 50 Jahren Tennis, meine Eltern und Geschwister, haben hier Tennis gespielt, meine Kinder sind bereits die dritte Generation unserer Familie an der gelben Filzkugel, und hoffentlich werde ich später mit Freunden, mit denen ich seit 1972 heiße (heute eher lustige) Fights auf dem Court austrage, auch mit 80 vielleicht noch Warmwassergymnastik, Bingo Battles oder einfach Kaffee-und-Kuchenschlachten auf der Terrasse austragen – während unten die Generation XYZ um den Aufstieg in die Whatever-League kämpft. Der WET ist für mich Kinderzimmer, Jugendheim, Wohnzimmer und soll auch gern Altentagestätte für mich werden – und nicht nur für mich, sondern für so viele, wie es eben geht. Sonst macht das Ganze ja keinen Sinn.
    Deswegen freue ich mich, dass hier nun offensichtlich auch sachlich und offen diskutiert wird. Über die bewusst oder fahrlässig falsch zusammen getragenen „Fakten“ über die Historie der Fläche, um die es hier geht, habe ich mich genauso geärgert wie über die Tweets vom dicken doofen Donald. Dass das Hamburger Abendblatt da so unreflektiert und journalistisch unsauber mitspielt, hab ich in meine Vorbehaltsschublade „naja, Springerpresse halt“ einsortiert. Die naheliegende Retourkutsche wäre vermutlich: „Villenbesitzer wollen Kinder- und Breitensport verhindern“. Aber das ist nicht unser Niveau.
    Ich kann nur hoffen, dass hier nicht Einzelinteressen von vor kurzem Zugezogenen – herzlich willkommen dennoch! – am Ende etwas lang gewachsenes, immer selteneres und übrigens eingetragen Gemeinnütziges gefährdet. So!
    Gruß, Jan

  10. Liebe Bürgerinitiative,

    ich verfolge Ihre Initiative mit großem Interesse als Vater einer Tochter, die in dem besagten Tennis-Sportverein trainiert und begrüße Bürgerbegehren ausdrücklich, weil es den Bürgern der Stadt Teilhabe außerhalb der politischen Parteien ermöglicht. Die Art Ihrer Darstellung und Ihre benannten Ziele lösen in mir viele Fragen auf. Diese möchte ich Ihnen gerne stellen.

    Zuvor gestatten Sie mir aber einige Anmerkungen zu Ihrer Darstellung in der Information:

    Ich finde es sehr irreführend, wenn Sie von dem Tennis-Sportverein sprechen, einem „privaten Sportbetrieb“, der illegal Tennisplätze errichtet hat.
    Es handelt sich hierbei um den „Winterhude-Eppendorfer-Turnverein e.V.“, der mehr als 1.200 Mitglieder hat, ich vermute überwiegend aus Eppendorf, Winterhude oder einer der angrenzenden Stadteile. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind Kinder. Dieser Verein besteht an diesem Ort mehr als 140 Jahre und hat daher zahllose Generationen von Kindern und später Erwachsenen Freizeitgestaltung erlaubt, durch das Engagement der ehrenamtlich tätigen und übrigens nicht nur im Bereich des Tennissports. Dem Verein ist seit vielen Jahren die Gemeinnützigkeit zuerkannt worden. Das bedeutet, dass der Verein die Allgemeinheit fördert und nicht gewinnorientiert arbeitet. Dies ist auch der Grund, warum ein gemeinnütziger Verein steuerliche Begünstigungen erfährt. Jedermann kann diesem Verein beitreten und der Beitrag ist angemessen überschaubar.

    Sie behaupten, dass es bereits illegale errichtete Tennisplätze gibt. Haben Sie Belege für diese Behauptung? Jedermann, der nur Grundkenntnisse des öffentlichen Baurechtes hat, weiß, dass illegale Bauten nicht zulässig sind und sofort stillgelegt werden bzw. rückgebaut werden müssen. Wenn Ihre Behauptung zutreffen sollten: Warum ist dies nicht längst geschehen und warum hat keiner die entsprechenden Behörden informiert. Ich habe ernste Zweifel, ob Ihre Behauptung den Tatsachen entspricht, und ich möchte Sie bitten, mir die Fakten, die zu Ihrer Darstellung als „illegal“ geführt haben, näher zu erläutern.

    Sie wollen mit Ihrer Initiative einen Platz „für einen Austausch über Generationen hinweg“ schaffen. Mir fehlt die Vorstellung was Sie hiermit konkret verbinden. Soll der Platz allgemein einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden, wie z.B. der Haynspark, wo jedermann sich frei aufhalten, picknicken und grillen kann oder gibt es ein bestimmtes Nutzungskonzept, was ggfs. einer allgemeinen Nutzung, wie ich es vorstehend skizziert habe, sogar entgegenstehen würde.
    Übrigens: Wer sich einmal auf dem, für alle zugänglichen Gastronomiebereich des W.E.T. aufgehalten hat, kann live miterleben, was ein Austausch über Generationen im realen Leben bedeuten kann. Ich stelle mir hier die Frage, was für ein Konzept dieses Zusammenleben der Generationen toppen soll. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hierzu Ihre Gedanken näher erläutern könnten.

    Sie haben in der Darstellung Ihrer Ziele folgende Formulierung verwendet:
    „Wir wollen offen lassen, dass nach dem Ende des Vertrages mit dem Sportverein spätestens 2039 die Sportanlagen zurückgebaut und der Park wieder vollständig hergestellt wird.“
    Ich lese diesen Satz so, dass Ihre Initiative der erste Schritt sein soll, den Verein aus der Erikastraße zu vertreiben um den gesamten Komplex erstmalig als öffentlichen Park zu nutzen. Dies würde bedeuten, dass die Tennisanlage zurückgebaut werden müsste. Ich stelle daher diese Frage ganz offen:
    Ist es Ihre Zielsetzung, die Sie oder ein Teil Ihrer Initiative verfolgen oder in Kauf nehmen, dass Sie im Jahre 2039 das Vereinsleben in der Erikastraße beenden wollen?

    Wenn das so sein sollte, dann sollten Sie hierüber die Bürger offen und ehrlich informieren. Denn das wird für viele Bewohner Eppendorfs wesentlich sein, ob Sie sich an Ihrer Initiative beteiligen, um damit einen Verein aufzulösen. Einen Verein, der aus 1.200 Mitglieder besteht und der über viele Jahrzehnte das Leben in Eppendorf und Umgebung mitgestaltet hat. Dann sollten Sie konkret den 1.200 Mitgliedern erklären, was Sie mit Ihrer Initiative den Mitgliedern und darunter den zahlreichen Kindern als Alternative bieten wollen.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Beste Grüße,

    Martin Schmidt

  11. Lieber Herr Schmidt,

    es tut mir leid, dass trotz der obigen umfangreichen Erklärungen einiger Initiativenmitglieder von Ihrer Seite noch immer so viele Bedenken gegenüber der Initiative „Eine Grünfläche für alle“ bestehen.

    Noch einmal zum Verständnis: Die Wortwahl „privater Sportbetrieb“ bezieht sich auf die Bedingung der Vereinsmitgliedschaft für die Nutzung der Sportanlagen im Gegensatz zur öffentlichen Nutzbarkeit für alle, also Mitglieder und Nichtmitglieder des WET. Dabei geht es lediglich um die jetzt (noch) bestehende Grünfläche, die von der Allgemeinheit und dem Verein für Sport und Freizeitgestaltung genutzt werden könnte. Für das Gemeinwohl hätte das meiner Auffassung nach eine noch erheblich über die mitgliedschaftsgebundene Gemeinnützigkeit des Vereins hinausreichende positive Wirkung.

    Nun zu ihren Fragen:
    Sie möchten Belege dafür, dass „illegal Tennisplätze errichtet“ wurden?
    Nun ja, genau genommen sind es „nur“ etwas mehr als zwei halbe Tennisplätze, die seitens des WET ohne Genehmigung gebaut wurden. In der Präsentation des Bezirksamts Hamburg-Nord zur öffentlichen Plandiskussion zum Bebauungsplan Eppendorf 26 / Alsterdorf 23, aufrufbar unter folgendem Link: https://www.hamburg.de/contentblob/14831448/5f4cf99a15d74a0c9e7cf3c4ecdf7c1a/data/do-praesentation.pdf, sind auf Seite 18 genehmigte, Bestands- und geplante Tennisplätze einander gegenüber gestellt.
    Warum das Bezirksamt keinen Rückbau des nicht genehmigten (=illegal errichteten) Tennisplatzbestands veranlasst hat, ist hingegen eine Frage, die Sie dem Bezirksamt und/oder Ihrem Vereinsvorstand stellen müssten.

    Sie fragen, wie ein künftiges Nutzungskonzept aussehen könnte, das das bisherige generationenübergreifende Miteinander auf dem Sportgelände noch toppen würde?

    Ohne gemeinsamen Planungen allzusehr vorgreifen zu wollen, wäre immerhin vorstellbar, das Gelände für vielfältige sportliche Nutzungen herzurichten, so z.B. Outdoor-Sportgeräte und Tore aufzustellen, die nicht nur von Vereinsmitgliedern genutzt werden dürfen und eine hinreichend große Freifläche zu erhalten, auf der neben Mannschaftsportarten und Outdoor-Sportangeboten auch Festivitäten oder andere Gemeinschaftsaktivitäten stattfinden könnten.
    Was die Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand des Top-Vereinslebens angeht, sehe in der Erweiterung des Nutzerkreises, eine gute Gelegenheit auch für Nichtmitglieder des Vereins, Kindern und Erwachsenen, im Stadtteil sportlichen Aktivitäten nachzugehen und andere Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen, sodass aus diesen Begegnungen u.a. auch viele neue Ideen entstehen können, was auf der Fläche alles stattfinden könnte.

    Sie fragen, was mit der Formulierung „Wir wollen offen lassen, dass nach dem Ende des Vertrages mit dem Sportverein spätestens 2039 die Sportanlagen zurückgebaut und der Park wieder vollständig hergestellt wird.“ gemeint ist?

    Eigentlich genau das, wobei ich das Wort „Park“ vielleicht lieber durch das allgemeinere „öffentliche Grünanlage“ ersetzen würde, die auch so etwas wie Spielplätze umfasst.
    Wie ja Frau Wichmann hier am Anfang der Diskussion schon festgestellt hat, ist kaum eine Fläche in der Stadt davor sicher, überplant und umgenutzt zu werden. Kleingärten, Parkanlagen, Schwimmbäder. Warum ausgerechnet der WET davon ausgenommen sein soll, indem eine unbegrenzte Bestandsgarantie gegeben wird, ist vor diesem Hintergrund nicht unmittelbar einleuchtend. Was die Initiative mit der Formulierung aber ausdrückt, ist, dass trotz der teilweise illegalen Tennisplatzerweiterung, erst 2039, nach Auslaufen des jetzigen Vertrages  ggf. darüber verhandelt werden soll, ob  evtl. Tennisanlagen zurückgebaut werden.

    Und nein, der WET soll nicht vertrieben werden!
    Wie sich die Situation in 18 Jahren darstellt und welche Planungen der Sportverein dann verfolgen wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. 

    Mit besten Grüßen
    Dagmar Klages

  12. Lieber Herr Schmidt,
    es tut mir leid, dass trotz der obigen umfangreichen Erklärungen einiger Initiativenmitglieder von Ihrer Seite noch immer so viele Bedenken gegenüber der Initiative „Eine Grünfläche für alle“ bestehen.
    Noch einmal zum Verständnis: Die Wortwahl „privater Sportbetrieb“ bezieht sich auf die Bedingung der Vereinsmitgliedschaft für die Nutzung der Sportanlagen im Gegensatz zur öffentlichen Nutzbarkeit für alle, also Mitglieder und Nichtmitglieder des WET. Dabei geht es lediglich um die jetzt (noch) bestehende Grünfläche, die von der Allgemeinheit und dem Verein für Sport und Freizeitgestaltung genutzt werden könnte. Für das Gemeinwohl hätte das meiner Auffassung nach eine noch erheblich über die mitgliedschaftsgebundene Gemeinnützigkeit des Vereins hinausreichende positive Wirkung.
    Nun zu ihren Fragen:Sie möchten Belege dafür, dass „illegal Tennisplätze errichtet“ wurden?Nun ja, genau genommen sind es „nur“ etwas mehr als zwei halbe Tennisplätze, die seitens des WET ohne Genehmigung gebaut wurden. In der Präsentation des Bezirksamts Hamburg-Nord zur öffentlichen Plandiskussion zum Bebauungsplan Eppendorf 26 / Alsterdorf 23, aufrufbar unter folgendem Link: https://www.hamburg.de/contentblob/14831448/5f4cf99a15d74a0c9e7cf3c4ecdf7c1a/data/do-praesentation.pdf, sind auf Seite 18 genehmigte, Bestands- und geplante Tennisplätze einander gegenüber gestellt.Warum das Bezirksamt keinen Rückbau des nicht genehmigten (=illegal errichteten) Tennisplatzbestands veranlasst hat, ist hingegen eine Frage, die Sie dem Bezirksamt und/oder Ihrem Vereinsvorstand stellen müssten.
    Sie fragen, wie ein künftiges Nutzungskonzept aussehen könnte, das das bisherige generationenübergreifende Miteinander auf dem Sportgelände noch toppen würde?
    Ohne gemeinsamen Planungen allzusehr vorgreifen zu wollen, wäre immerhin vorstellbar, das Gelände für vielfältige sportliche Nutzungen herzurichten, so z.B. Outdoor-Sportgeräte und Tore aufzustellen, die nicht nur von Vereinsmitgliedern genutzt werden dürfen und eine hinreichend große Freifläche zu erhalten, auf der neben Mannschaftsportarten und Outdoor-Sportangeboten auch Festivitäten oder andere Gemeinschaftsaktivitäten stattfinden könnten.Was die Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand des Top-Vereinslebens angeht, sehe in der Erweiterung des Nutzerkreises, eine gute Gelegenheit auch für Nichtmitglieder des Vereins, Kindern und Erwachsenen, im Stadtteil sportlichen Aktivitäten nachzugehen und andere Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen, sodass aus diesen Begegnungen u.a. auch viele neue Ideen entstehen können, was auf der Fläche alles stattfinden könnte.
    Sie fragen, was mit der Formulierung „Wir wollen offen lassen, dass nach dem Ende des Vertrages mit dem Sportverein spätestens 2039 die Sportanlagen zurückgebaut und der Park wieder vollständig hergestellt wird.“ gemeint ist?
    Eigentlich genau das, wobei ich das Wort „Park“ vielleicht lieber durch das allgemeinere „öffentliche Grünanlage“ ersetzen würde, die auch so etwas wie Spielplätze umfasst.Wie ja Frau Wichmann hier am Anfang der Diskussion schon festgestellt hat, ist kaum eine Fläche in der Stadt davor sicher, überplant und umgenutzt zu werden. Kleingärten, Parkanlagen, Schwimmbäder. Warum ausgerechnet der WET davon ausgenommen sein soll, indem eine unbegrenzte Bestandsgarantie gegeben wird, ist vor diesem Hintergrund nicht unmittelbar einleuchtend. Was die Initiative mit der Formulierung aber ausdrückt, ist, dass trotz der teilweise illegalen Tennisplatzerweiterung, erst 2039, nach Auslaufen des jetzigen Vertrages  ggf. darüber verhandelt werden soll, ob  evtl. Tennisanlagen zurückgebaut werden.
    Und nein, der WET soll nicht vertrieben werden! Wie sich die Situation in 18 Jahren darstellt und welche Planungen der WET dann verfolgen wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. 
    Mit besten Grüßen
    Dagmar Klages

    <!– /wp:paragra

  13. Liebe Frau Klages,

    haben Sie vielen Dank, dass Sie sich Zeit für meine Fragen genommen haben, überzeugen konnten Sie mich aber nicht.

    Nachdem ich heute meine Tochter vom Training abgeholt habe und als Nichtvereinsmitglied auf der Terrasse bei einem Getränk dem Treiben von Jung und Alt zusehen konnte, dachte ich mir nur, wie schade es wäre, wenn diese Kleinod gefährdet würde.
    Ich entnehme Ihren Antworten, dass Sie keinen Gegenentwurf zur Nutzung haben, allenfalls Vortstellungen und das ist mir persönlich zu wenig. Das ich als Bürger des Stadtteiles Hamburg gerade das Gefühl habe, dass der Stadtteil zu wenig begrünt ist, diesen Gedanken kann ich nicht teilen. Es ist gut, wenn es Grünflächen gibt und Menschen müssen auch irgendwo ihren Hobbies und Neigungen nachgehen können.
    Das Tennisplätze illegal errichtet wurden, dass kann ich dem beigefügten Link nicht entnehmen, denn dort ist der Bebauungsplan abgelichtet und selbstverständlich ist es möglich, in Einzelfällen von diesem abzuweichen. Das macht Bauvorhaben aber nicht illegal. Ich glaube darum geht es aber nicht wirklich.
    Es ist schön, dass Sie so klar Stellung beziehen und ausdrücken, dass Sie den Sportverein nicht vertreiben wollen. Die Frage ist doch nur: Wie soll ein Verein ohne Vereinsgelände bestehen? Das ist doch nicht denkbar oder?

    Ich kann daher wenig Nutzen in der Initiative insgesamt sehen und würde mir sehr wünschen, dass es in unserem Eppendorf möglich ist, dass Vertreter Ihrer Initiative und des Vereins versuchen, die unterschiedlichen Interessen miteinander zum Ausgleich bringen.

    Liebe Grüße,

    Martin Schmidt

  14. Hallo Herr Schmidt,

    ich habe interessiert ihren Beitrag gelesen. Ich freue mich, dass Sie sich auch für den Sport im Stadtteil einsetzen wollen.

    Bis hierin hat die Initiative bereits ein Ziel erreicht: Alle Bürger können Ihre Meinung zu dem Sachverhalt äußern und sich in die Gestaltung des Stadtteils einbringen.

    Wie oben von Frau Klages beschrieben, hat die Initiative auf alle ihre Fragen gute und fundierte Antworten gegeben. Die sinnvolle Nutzung der gekennzeichnet Grünfläche (es wird nicht von den bestehenden Tennisplätzen gesprochen) kann doch gemeinsam mit dem Verein und den Bürgern des Stadtteils gestaltet werden. Ich persönlich würde mich freuen, wenn wir uns genau zu diesem Thema hier austauschen und Ideen für die Grünfläche sammeln, sodass der Sport in Eppendorf sich in alle Richtungen entwickeln kann.

    Viele Grüße

    Steffen Sommerfeld

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